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Infoservice Ackerbau

Landwirtschaftsamt des Landratsamtes Rastatt

Informationen zu:

Bei Fragen:

  • Ansprechpartner im Landwirtschaftsamt Rastatt (07222-381-4500):
    • Herr Gesell (07222-381-4520)
    • Herr Weger (07222-381-4524)
    • Herr Zoller (07222-381-4525)
    • Frau Spindler (07222-381-4523)


Weitere Informationen:

Zum Pflanzenbau im Oberrheingraben erhalten Sie unter anderem auf den Infoserviceseiten im Internet der Landwirtschaftsämter Karlsruhe und Ortenaukreis.

 

Infoserviceseite Pflanzenbau Landratsamt Karlsruhe

Infoserviceseite Pflanzenbau Landratsamt Ortenaukreis

 


 

Agrarreform „Greening" und „FAKT"

Mit der Umsetzung der Agrarreform der EU werden ab 2015 die Direktzahlungen an konkrete Umweltleistungen geknüpft, dem sogenannten „Greening". Einige der Vorgaben lassen sich für die Landwirte sinnvoll mit Maßnahmen aus dem neuen Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl, kurz „FAKT", des Landes Baden-Württemberg kombinieren.

 Zu beiden Themen hat das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) umfangreiches Informationsmaterial auf ihrer Internetseite unter nachfolgendem Link eingestellt:

http://ltz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Arbeitsfelder/Greening%20und%20FAKT

 


 

Aufhebung der Allgemeinverfügung des Landratsamtes Rastatt über Maßnahmen zur Bekämpfung des Westlichen Maiswurzelbohrers Diabrotica virgifera virgifera LeConte in den Gemeinden des Landkreises Rastatt und dem Stadtkreis Baden-Baden vom 30.11.2011

 

 Link zur Aufhebung der Allgemeinverfügung

 


 

Fruchtfolgeregelung zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers:

Der Maiswurzelbohrer ist EU-weit nicht mehr als Quarantäne-Schädling registriert. Damit entfallen die Rechtsgrundlage der Maiswurzelbohrer-Verordnung des Bundeslandwirtschaftsministeriums und der Allgemeinverfügung des Landkreises Rastatt und des Stadtkreises Baden-Baden zur Bekämpfung des Westlichen Maiswurzelbohrers. In Letzterer war u. a. geregelt, dass im Rahmen der Fruchtfolge Mais in drei Jahren nur zweimal auf derselben Fläche angebaut werden darf.

Um die Auswirkungen des Schadorganismus auf den Maisertrag auf ein Minimum zu reduzieren, empfehlen wir jedem Anbauer dringend, den Maisanbau auf einer gegebenen Fläche durch entsprechende Fruchtfolgegestaltung alle zwei bis drei Jahre zu unterbrechen. Der Maiswurzelbohrer ist relativ standorttreu. 95 % seiner Eier legt er im Boden des Schlages ab, indem er zuvor als Larve Schaden hervorgerufen hat. Die wirksamste Bekämpfungsmethode ist folglich eine regelmäßige Anbauunterbrechung der Wirtpflanze Mais.  

 


 

Pflanzenschutz - Neue Regelungen zum Sachkundenachweis

Mit der neuen Sachkundeverordnung, die am 06. Juli 2013 in Kraft getreten ist, muss jeder, der derzeitig im Pflanzenschutz sachkundig ist, zwingend bis zum 26. Mai 2015 einen Sachkundeausweis beantragen. Eine Antragstellung beim Landwirtschaftsamt ist erst ab dem Sommer 2014 sinnvollerweise möglich, wenn das vom Bund bereit gestellte EDV-Programm vorliegt. Wir werden rechtzeitig alle Anwender informieren. Der Sachkundeausweis ist erst ab 26. November 2015 sowohl für den Kauf von Pflanzenschutzmitteln als auch für die Anwendung und Beratung notwendig.

Im Pflanzenschutzgesetz (§ 9 Abs. 4) ist neu geregelt, dass alle Sachkundigen, die Pflanzenschutzmittel anwenden, im Pflanzenschutz beraten und Pflanzenschutzmittel verkaufen bzw. abgeben, jeweils innerhalb eines Zeitraums von 3 Jahren ab der erstmaligen Ausstellung des Sachkundeausweises eine anerkannte Fortbildung wahrzunehmen haben. Für bisher sachkundige Personen läuft dieser erste Dreijahreszeitraum vom 01. Januar 2013 bis 31. Dezember 2015.

Über die Fortbildung erhalten die Teilnehmer einen vom Landwirtschaftsamt bzw. von einer anderen Organisation, die die Fortbildung durchführt und vom Regierungspräsidium anerkannt ist, ausgestellten Nachweis.

Das Landwirtschaftsamt wird erstmals ab Herbst 2013 solche Fortbildungen anbieten und entsprechende Nachweise ausstellen. Das Amt wird auf seiner Internetseite über solche Pflanzenschutz-Fortbildungen, auch anderer Anbieter, informieren, sobald diese bekannt sind.

 


 

Pflanzenschutz – Neue Regelung bei der Pflanzenschutzgerätekontrolle

Mit der neuen Pflanzenschutzgeräteverordnung, die am 06. Juli 2013 in Kraft getreten ist, gelten neue Prüfintervalle. Die Zeitabstände zwischen den Prüfungen verlängern sich nun von vier auf sechs Kalenderhalbjahre. Für alle Geräte, die vor dem 06. Juli 2013 geprüft wurden, gilt die Prüfplakette 1 Jahr länger als angegeben (z.B. Prüfplakette 2. Halbjahr 2013 - zu prüfen bis 2. Halbjahr 2014).

Neugeräte müssen, wie bisher, innerhalb der ersten 6 Monate nach Gebrauch zur Kontrolle.

Alle Pflanzenschutzgeräte, die bisher nicht der Prüfpflicht unterlagen (z.B. Karrenspritzen, stationäre Pflanzenschutzgeräte) sind bis Ende des 1. Halbjahres 2016 einer Geräteprüfung zu unterziehen.

Stationäre und mobile Beizgeräte, Granualtstreugeräte, vom Schlepper getragene oder von einer Person geschobene bzw. gezogene Streichgeräte sowie Bodenentseuchungsgeräte sind erstmalig bis zum 31. Dezember 2020 zu prüfen.

Von der Prüfpflicht ausgenommen sind nur Sprühflaschen, Druckspeicherspritzen, Streich- oder Spritzgeräte mit Rotationsstäubern, handbetätigte Rückenspritzgeräte, motorbetriebene Rückenspritz- oder Rückensprühgeräte.

 


 

Pflanzenschutz – Fortbildungsmaßnahmen zur Sachkunde im Pflanzenschutz

Nach § 9 Abs. 4 des Pflanzenschutzgesetzes sind alle im Pflanzenschutz Sachkundigen verpflichtet innerhalb von Dreijahreszeiträumen an einer anerkannten Fort- und Weiterbildungsmaßnahme teilzunehmen (Einzelheiten siehe oben, Text: Pflanzenschutz - Neue Regelungen zum Sachkundenachweis). In Baden-Württemberg soll die Fortbildungsmaßnahme einen zeitlichen Umfang von vier Stunden umfassen und mindestens vier Themen aus dem Pflanzenschutzbereiche schwerpunktmäßig behandeln. Die Inhalte der Themenbereiche umfassen

-         Rechtsgrundlagen,

-         Pflanzenschutzmittelkunde,

-         Anwenderschutz und Umweltschutz,

-         Integrierter Pflanzenschutz,

-         Verfahrensbewertung,

-         Umgang mit Pflanzenschutzmitteln,

-         Pflanzenschutztechnik (Geräte und Ausbringung) sowie

-         Erkennen und Bewerten von Schadursachen.

Eine Aufteilung der Fortbildungsmaßnahmen in zwei einzelne zeitlich getrennte Module von jeweils zwei Stunden ist grundsätzlich möglich, sofern in der Summe beider Module mindestens vier der oben aufgeführten Themen behandelt werden.

 

Anmeldeverfahren:

Bei allen Fortbildungsveranstaltungen des Landwirtschaftsamtes zur Sachkunde im Pflanzenschutz ist eine vorherige Anmeldung mit vollständigen Daten unbedingt notwendig. Nur so ist es uns möglich die schriftlichen Teilnahmenachweise zu erstellen und bei der jeweiligen Veranstaltung zu verteilen.

Folgende Anmeldedaten benötigen wir:

-                     Bezeichnung und Datum der Veranstaltung

-                     Name

-                     Adresse

-                     Telefonnummer

-                     Geburtsdatum

Die Daten sind an folgende Mailadresse zu schicken:

-                     Amt35@landkreis-Rastatt.de

Für den Nachweis über die Teilnahme an einer Fortbildungsveranstaltung zur Sachkunde im Pflanzenschutz erheben wir einen Kostenbeitrag von € 5,-.

 

Das Landwirtschaftsamt Rastatt wird ab Ende 2013 Fortbildungsveranstaltungen anbieten.

-   Folgende Termine für vierstündige Fortbildungsveranstaltungen, die mindestens vier der oben genannten Themenblöcke abdecken, sind vorgesehen:

 









 

Termine und Ort weiterer vierstündiger Fortbildungsveranstaltungen werden u. a. an dieser Stelle bekannt gegeben.

  

Weitere Fortbildungsveranstaltungen sind unter der Rubrik Veranstaltungen auf der Internetseite des Landes unter www.landwirtschaft-bw.info zu finden


 

Gülledüngung im Herbst am Bedarf ausrichten:

Aus gegebenen Anlass möchten wir auf die Vorgaben der Düngeverordnung aufmerksam machen, die bei Verwertung bzw. Ausbringung dieser Wirtschaftsdünger insbesondere nach der Ernte der Hauptfrucht zu beachten sind.

Grundsätzlich dürfen stickstoffhaltige Wirtschaftsdünger auf Ackerflächen nach Ernte der Letzten Hauptfrucht zu Winterkulturen und zu Zwischenfrüchten nur bis zur Höhe des tatsächlichen Düngebedarf ausgebracht werden. Die maximale Ausbringmenge von 80 kg/ha Gesamtstickstoff oder 40 kg/ha Ammoniumstickstoff darf dabei nicht überschritten werden.

Düngebedarf besteht i. d. R. nur zu Raps und zu Zwischenfrüchten. Bei allen anderen Kulturen in der Fruchtfolge besteht kein Düngebedarf. Die Nachlieferung des Bodens reicht hier aus, um die Ansprüche der Pflanze zu decken.

Auf wassergesättigte Böden dürfen Düngemittel nicht ausgebracht werden, da die Böden nicht aufnahmefähig sind. Die Gefahr der Abschwemmung ist zu groß. Ebenso ist zur Vermeidung eines direkten Eintrags von stickstoffhaltigen Düngemitteln ein ausreichender Abstand zu Gewässern bzw. deren Böschungsoberkanten einzuhalten. Im Allgemeinem beträgt dieser mindestens drei Meter. Wenn Ausbringungsgeräte verwendet werden, bei denen die Streubreite der Arbeitsbreite entspricht oder die über eine Grenzstreueinrichtung verfügen, beträgt er mindestens ein Meter.

Bitte beachten Sie auch die Sperrfristen für die Ausbringung von flüssigen Wirtschaftsdünger (01.11. – 31.01. auf Ackerland, 15.11. – 31.01. auf Grünland) und das Einarbeitungsgebot, nach dem flüssiger Wirtschaftsdünger innerhalb von vier Stunden nach der Ausbringung auf unbestelltem Acker einzuarbeiten ist.

 


 

Grünlandumwandlung:

Nach dem Gesetz zur Änderung des Landwirtschafts- und Landeskulturgesetzes (LLG) vom 13. Dezember 2011 besteht in Baden-Württemberg ein Dauergrünlandumwandlungsverbot.

Ausnahmen von dieser Regelung sind nur in wenigen Fällen möglich.

Nicht als Umwandlung nach dem LLG gilt u. a. die Wiederaufnahme einer früheren land- oder forstwirtschaftlichen Bodennutzung, die auf Grund vertraglicher Vereinbarungen mit dem Land oder auf Grund der Teilnahme an öffentlichen Programmen zu Bewirtschaftungsbeschränkungen zeitweise eingeschränkt oder unterbrochen waren (insbesondere Beschränkungen durch Landschaftspflegeverträge) und die Umwandlung von Dauergrünland bis 20 Ar je Betrieb innerhalb des Zeitraums bis zum 31. Dezember 2015 (Bagatellregelung).

Die Wiederaufnahme einer früheren Nutzung und die Inanspruchnahme der 20 Ar-Regelung muss beim Landwirtschaftsamt mindestens drei Monate vor Beginn angezeigt werden. Notwendige Formulare sind beim Landwirtschaftsamt oder im Infodienst des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz erhältlich.

Selbst bei Inanspruchnahme der Ausnahmeregelung können andere Vorgaben, wie Wasser-, Naturschutz- oder MEKA-Vorgaben der Grünlandumwandlung entgegenstehen. Zur Überwachung des Grünlandumbruchverbotes wurde vom Ministerium ein Grünlandkulisse erstellt.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte rechtzeitig an das Landwirtschaftsamt – Ansprechpartnerin ist Elke Spindler (07222-381-4523).

 


 

Ermittlung des verfügbaren Stickstoffs im Boden durch Nmin-Untersuchungen:

Die Düngeverordnung verlangt, dass Landwirte den Düngebedarf ihrer Pflanzenbestände ermitteln. Grundlage der Ermittlung sind neben dem Bedarf der Pflanze, die im Boden vorhandenen und pflanzenverfügbaren Nährstoffvorräte.

Eine bewährte Methode zur Ermittlung des verfügbaren Stickstoffes im Boden ist die sogenannte Nmin-Untersuchung. Der kosten- und umweltbewusste Landwirt zieht Bodenproben und lässt diese auf mineralischen Stickstoff untersuchen. Bei hoher Stickstoffnachlieferung muss er weniger düngen, spart Geld und vermeidet mögliche Schäden an den Pflanzen infolge geringerer Widerstandfähigkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Darüber hinaus verringert er die Gefahr des Nitrateintrags ins Grundwasser. Bei niedriger Stickstoffnachlieferung weiß der Landwirt, dass er düngen muss, und sichert somit seinen Ertrag.

In Absprache mit dem Landwirtschaftsamt des Landratsamtes Rastatt nimmt die Firma Droll, Mühlstettstr. 1, Bühl-Oberbruch Bodenproben von Landwirten zur Ermittlung der Stickstoffmenge im Boden entgegen. Nach Entnahme müssen die Proben sofort gekühlt werden. Kühltruhe, Styroporkisten, Bohrstock und Formulare stehen dort zur Verfügung. Auch bei der Zentralgenossenschaft Raiffeisen in Malsch können Bodenproben abgegeben werden.

Derzeit liegen in unserer Region zu wenig Nmin-Untersuchungen vor. Damit ist die Datengrundlage zur Ermittlung eines Vergleichswert zu gering. Wir fordern deshalb alle Landwirte auf, Nmin-Proben zu ziehen. Ansprechpartner im Landwirtschaftsamt sind Heinz Weger (07222-381-4524) und Gabriel Zoller (07222-381-4525).

 


 

Gewässerrandstreifen:

Das am 1. Januar 2014 im Kraft getretene Wassergesetz für Baden-Württemberg gibt im § 29 (Gewässerrandstreifen) vor, dass

- der Einsatz und die Lagerung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln im Gewässerrandstreifen in einem engeren Bereich von fünf Metern verboten ist, ausgenommen sind nur Wundverschlussmittel zur Baumpflege und Wildverbiss-Schutzmittel,

- ab dem 1. Januar 2019 die Nutzung als Ackerland in einem Bereich von fünf Metern verboten ist; hiervon ausgenommen sind die Anpflanzung von Gehölzen mit Ernteintervallen von mehr als zwei Jahren sowie die Anlage und der umbruchlose Erhalt von Blühstreifen in Form von mehrjährigen nektar- und pollenspendenden Trachtflächen für Insekten,

- die neuen Anforderungen an den Gewässerrandstreifen im Rahmen der Sozialpflichtigkeit des Eigentums grundsätzlich nicht entschädigungspflichtig ist (Entschädigungsregelung vorgesehen nach WG § 29 (5)).

Ausgenommen vom Gewässerrandstreifenzwang sind laut § 29 Gewässer von wasserwirtschaftlich untergeordneter Bedeutung. Welche Gewässer Gewässer von wasserwirtschaftlich nicht-untergeordneter Bedeutung sind, ist nicht abschließend geklärt. Bis zur Klärung kann sich der Bewirtschafter nach Auskunft des Landwirtschafts-ministeriums bzw. des Umweltministeriums an den Angaben im „Amtlichen Digitalen Wasserwirtschaftlichen Gewässernetz“ orientieren (www.lubw.de - Wasser - Amtliches Digitales Wasserwirtschaftliches Gewässernetz BadenWürttemberg - Daten- und Kartendienst). Im Einzelfall entscheidet die zuständige untere Wasserbehörde aufgrund der örtlichen wasserwirtschaftlichen Verhältnisse. Bei Bedarf stellen Sie bitte dort entsprechende Anfragen.

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